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Geschichte Frankfurts

Gründung Frankfurts

Das rechte Mainufer von Frankfurt ist seit gut 5000 Jahren Siedlungsgebiet. Ende des 1. Jh. n. Chr. befand sich auf dem Domhügel eine römische Siedlung und Militärstation, später ein fränkischer Königshof.

Frankfurt als Handelsstadt

1152 wird Friedrich I. zum deutschen König gewählt.
Friedrich II. verspricht 1240 den Besuchern der Frankfurter Messe königlichen Schutz für Hin- und Rückreise. Dies markiert den Beginn der langen internationalen Messetradition der Stadt. Bereits ein Jahr später weist ein Steuerverzeichnis Frankfurt als die wirtschaftlich bedeutendste Königsstadt im deutschen Reich aus. Mit der Goldenen Bulle, dem Reichsgrundgesetz, wird Frankfurt 1356 endgültig zur Wahlstatt der deutschen Könige und ab 1562 werden im Kaiserdom insgesamt zehn deutsche Kaiser gekrönt. Ab 1372 ist Frankfurt "Freie Reichsstadt", d.h. ein sich selbstverwaltender Stadtstaat, der nur noch dem Kaiser zur Gefolgschaft verpflichtet ist. 1478 sind auf der Frankfurter Messe erstmals auch Buchhändler vertreten. Die Stadt entwickelt sich in den folgenden Jahrzehnten zu einem der bedeutendsten Handelsplätze Deutschlands. Ab 1530 wächst Frankfurt innerhalb weniger Jahrzehnte zu einem Zentrum des Buchdrucks und Buchhandels in Europa. 1585 wird mit der Börse ein erster behördlich kontrollierter Geldwechsel in Frankfurt eingerichtet. Am Ende des Mittelalters war Frankfurt einer der reichsten und mächtigsten Handelsorte im Zentrum Deutschlands. 1792 findet letztmalig eine Kaiserkrönung statt (Franz II.).

Frankfurt nach dem Wiener Kongress

Nach Errichtung des Deutschen Bundes 1815 durch den Wiener Kongreß wird Frankfurt Freie Stadt und zudem Sitz des Bundestags.
1833 wollen Studenten, Landleute und polnische Offiziere den Bundestag stürzen und die Republik einführen. Wegen schlechter Organisation und mangelnder Unterstützung durch das Bürgertum bricht der Aufstand innerhalb kürzester Zeit zusammen. Die Deutsche Nationalversammlung tagt 1848 in der Frankfurter Paulskirche. Im März 1849 wird die erste Deutsche Verfassung, die allerdings nie wirklich in Kraft trat, verabschiedet. 1866 wird Frankfurt von den Preußen annektiert.

von 1900 bis heute

1891-1912: Frankfurt entwickelt sich zu einer modernen Industrie- und Handelsstadt. Während des Ersten Weltkriegs (1914-1918) steigt die Arbeitslosigkeit stark an. 1926 wird der Frankfurter Flughafen, der bereits vor dem Krieg als Landeplatz für Luftschiffe fungiert hatte, neu eingeweiht. Nach der Kommunalwahl im März 1933 erobern die Nationalsozialisten den Römer. Die unrühmliche Geschichte Frankfurts während der NS-Zeit läßt sich unter frankfurt1933-1945.de nachlesen. 1943/44 werden Innenstadt und Altstadt Frankfurts durch Luftangriffe fast vollständig zerstört. Ende März 1945 besetzen amerikanische Truppen die Stadt.
1947 wird Frankfurt zum Sitz des vereinigten Wirtschaftsgebiets der amerikanischen, britischen und französischen Zone. Über die hier geschaffene Bank deutscher Länder wird ein Jahr später die Währungsreform organisiert und durchgeführt. 1949 wird Frankfurt beinahe Bundeshauptstadt - nur wenige Stimmen fehlten. Im Mai 1949 wird auf dem Frankfurter Flughafen der zivile Luftverkehr wieder aufgenommen.
Mit der Börse und der Ansiedlung vieler Geldinstitute aus dem In- und Ausland wird Frankfurt in der Folgezeit zu einem führenden Finanzplatz in Europa. Der Bau erster Bürohochhäusern folgte, doch die heutige Skyline der Mainmetropole wurde erst in den späten 80ern geprägt. 1984 beginnt der Ausbau des Museumsufers, das sich in den Folgejahren zur Kunst- und Kulturmeile der Stadt entwickelt. Der 256 Meter hohe Messeturm prägt seit 1988 als neues Symbol der Wirtschaftskraft der Mainmetropole das Stadtbild Frankfurts. Im Eurotower nimmt 1995 das Europäische Währungsinstitut, Vorläufer der heutigen Europäischen Zentralbank, seine Arbeit auf. Auch in den 90er Jahren wächst die Skyline Frankfurts weiter. 1997 wird der Commerzbanktower, mit 258m Europas höchstes Bürohochhaus, fertiggestellt. Weitere „Skycrapers“ (Maintower, Main Plaza, Gallileo) folgen. 1998 wird der Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB) nach Frankfurt verlagert. Damit ist die führende Rolle der Stadt als Finanzmetropole Europas bestätigt.

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