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Kaiserdom St. Bartholomäus

AdresseKaiserdom St. Bartholomäus
Domplatz 14
60311 Frankfurt
Telefon+49 (0) 069 / 29 70 32 0
E-Mailpfarrbuero@dom-frankfurt.de
InternetHomepage

Die geschichtliche Bedeutung des Doms als Wahlstätte und Krönungsstätte deutscher Kaiser führte dazu, dass sie im 18. Jahrhundert den Beinamen "Dom" erhielt, obwohl der Frankfurter Dom nie Bischofssitz war.
Das Kennzeichen des dreischiffigen Doms im spätgotischen Stil ist der 96 Meter hohe Westturm.
Da es keinen Aufzug gibt, gelangt man nur über die 324 Stufen an die Spitze des Kirchturms.
Im Kircheninneren sollte man sich das Chorgestühl aus dem 14. Jhdt., den Maria-Schlaf Altar von 1434 und das Bartolomäus-Fries aus dem 15. Jhdt. nicht entgehen lassen.
Besonders eindrucksvoll ist die Kreuzigungsgruppe des Bildhauers Hans Backoffen aus dem Jahre 1509; sie gilt als Meisterwerk der Frührenaissance.
In Goethes "Dichtung und Wahrheit" bringt er seine Bewunderung für das Wahrzeichen Frankfurts zum Ausdruck.

Geschichte

Die Ruine einer Kirche aus dem frühen Mittelalter bildete das Fundament des heutigen Kirchbaus; 1239 wurde sie dem heiligen Bartholomäus geweiht.
Die "Goldene Bulle", ein Reichsgesetz, erklärte die Frankfurter Kirche seit 1356 zur Wahlkirche des deutschen Kaisers.
Zwischen 1562 und 1792 wurden in der St. Bartholomäus Kirche 10 Kaiser gekrönt; dadurch erhielt die Kirche ihren Beinamen "Dom".
1867 zerstörte ein Feuer den Großteil des Doms, selbst die Glocken schmolzen in den Flammen und gingen verloren.
Durch Franz Josef Denziniger wurde der dreischiffige Dom im neugotischen Stil wieder aufgebaut, außerdem vollendete er den 96 Meter hohen spätgotischen Turm, welcher heute noch den Dom charakterisiert.
Der Zweite Weltkrieg zerstörte den Frankfurter Dom teilweise erneut, jedoch konnte er 1950-53 wieder restauriert werden.

Dommuseum

Im Kreuzgang der Kirche befindet sich das Dommuseum, in dem der Domschatz ausgestellt ist. So zeigt in seiner Dauerausstellung unter anderem sakrale Kunst vom 14. bis zum 20. Jahrhundert und liturgische Gewänder des Barock. Auch die Geschichte des Doms wird dem Besucher anschaulich erläutert.
Ergänzt wird die Daueraustellung durch Wechselausstellungen im Innenhof "Quadrum" des Dommuseums.

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